Multiple Sklerose (MS) und neuroimmunologische Erkrankungen

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns, vor allem des zentralen Nervensystems, bei deren Verlauf die Nervenstruktur zerstört wird.

Ursachen

Es ist noch nicht eindeutig geklärt, wodurch MS tatsächlich ausgelöst wird. Die Forschung geht davon aus, dass es sowohl genetische Faktoren als auch Umweltfaktoren gibt, die zu der Erkrankung führen.

Symptome

Für MS gibt es keine eindeutigen Symptome, weshalb es auch die Erkrankung der 1000 Gesichter genannt wird.

Symptome können z.B. sein:

  • Sehstörungen
  • Schwäche und Steifheit der Extremitäten
  • spastische oft krampfartige Lähmungserscheinungen
  • Koordinationsstörungen
  • Probleme bei der Harnabgabe
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit

MS ist eine Autoimmunkrankheit. D.h. das körpereigene Immunsystem ist fehlgesteuert. Durch die Zerstörung von Teilen der Zellen im Gehirn verlangsamt sich die Nervenleitungsfunktion der Nervenzellen. Dadurch entstehen auch die Funktionsbeeinträchtigungen der gesteuerten Körperteile.

Was macht der Neurologe?

Der Neurologe kann die Symptome nach ausführlicher Anamnese und neurologischer Untersuchungen einordnen. MS lässt sich heutzutage sicher diagnostizieren oder ausschließen. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) und die Analyse des Nervenwassers nach einem Kreuzstich sichern die Diagnose.

Mit der modernen medikamentösen Therapie kann vielen Patienten gut geholfen werden.

Zu unterscheiden sind die Schubtherapie (behandelt den akuten Schub) und die vorbeugende immunprophylaktische Therapie. Hierdurch soll die Anzahl der Schübe deutlich verringert werden. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto bessere Langzeiterfolge kann die Therapie bringen.

Physio- und Ergotherapie und ggf. psychologische Therapie stellen ebenfalls eine wichtige Behandlungsachse dar.

Sprechen Sie bei den ersten Symptomen mit uns darüber! Nicht jedes der Symptome bedeutet die Diagnose MS, aber Sicherheit und ein frühes Erkennen sind wichtigste Faktoren, um einen positiven Verlauf der Erkrankung fördern zu können.